Vom Praktikum zur Leitung am AMEOS Privatklinikum Bad Aussee

Professionelle psychologische Hilfe und individuelle Therapie im Salzkammergut

5 Minuten Lesezeit
Mag. Sophie Heidler, Leitende Psychologin am AMEOS Privatklinikum Bad Aussee

Als Sophie Heidler in den letzten Jahren ihres Psychologiestudiums mehrere Saisonen als Skilehrerin auf der Tauplitzalm arbeitete, war das kein Karriereschritt, sondern schlicht der Ort, an dem sie sein wollte. Die Hänge über Bad Aussee kannte sie da längst, weil ihr Vater aus der Steiermark stammt und die Familie Sommer- wie Weihnachtsferien regelmäßig in Tauplitz verbrachte. Dass aus der Ferienregion einmal ihr Arbeitsort werden würde, war damals nicht geplant. Zwölf Jahre nach ihrem ersten Praktikum ist die gebürtige Wienerin immer noch da.

Erst der Hörsaal, dann die Berge

Dass es Psychologie werden würde, zeichnete sich früh ab: Schon in der Schulzeit habe sie gemerkt, dass sie das Fach interessiert, erzählt Heidler, und nach der Matura ging es ohne Umwege an die Universität Wien. Daneben entwickelte sich in diesen Jahren ein persönlicher Anspruch, den sie bis heute mitbringt: ein Alltag mit viel Zeit in der Natur und ein Beruf, der fachlich vielfältig bleibt. Beides zusammenzubringen, ist selten einfach. Im steirischen Salzkammergut hat sie es gefunden.

Vom Einstieg in die Leitungsfunktion

Ihren ersten Kontakt zum Haus hatte die damalige Studentin über ein Praktikum, und was sie dort erlebte, gab den Ausschlag: Die Berufsgruppen arbeiteten eng zusammen, jeder Fall wurde aus mehreren Blickwinkeln betrachtet, und der Austausch darüber lief offen und professionell ab. Dazu kamen fachlich spannende Störungsbilder und jene kleinen Dinge, die aus einem Arbeitsplatz einen Ort machen, an dem man bleibt: ein Volleyball-Stammtisch etwa, aus dem über die Jahre Freundschaften wurden.

Heute ist Sophie Heidler leitende Psychologin des AMEOS Privatklinikums Bad Aussee. Ihre Rolle hat sich damit spürbar verändert, weil sie als Führungskraft stärker in organisatorische Entscheidungen eingebunden ist, was ihr mehr Mitspracherecht einräumt und, wie sie selbst betont, eine große Ehre ist. Auch die Arbeitszeiten lassen sich freier einteilen als früher.

Mein berufliches Herz bleibt dennoch in der Arbeit mit den Patientinnen und Patienten, die organisatorischen Aufgaben kommen für mich erst danach.

Mag. Sophie Heidler, Leitende Psychologin am AMEOS Privatklinikum Bad Aussee

Und davon gibt es einige: Neben der direkten Patientenarbeit leitet sie Supervisionen und begleitet Praktikantinnen und Praktikanten, koordiniert Vertretungen im Team und bringt vor allem ihren fachlichen Schwerpunkt ein, das Psychodrama, eine Methode, bei der Patientinnen und Patienten belastende Situationen szenisch nachspielen, um sie besser zu verstehen. „Es wird also nie langweilig“, sagt sie dazu.

Kein Fall gleicht dem anderen

Was die psychologische Arbeit am Standort auszeichnet, ist ihre Flexibilität: Weil kein Fall dem anderen gleicht, wird der Therapieplan auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen zugeschnitten. Wer hierherkommt, gewinnt Abstand vom Alltag zuhause, findet zurück zur Natur und wird einfühlsam durch die Behandlung begleitet. Für die Behandelnden bedeutet das ein breites Spektrum an Krankheitsbildern und viel Spielraum, den eigenen fachlichen Zugang einzubringen.

Flache Hierarchien, starker Zusammenhalt

Wie gut die Behandlung am AMEOS Privatklinikum Bad Aussee ankommt, zeigt sich auch daran, dass viele Patientinnen und Patienten als Intervallpatientinnen und -patienten wiederkommen und sich gezielt bestimmten Behandlerinnen und Behandlern zuteilen lassen. Ähnlich beständig ist das Team: Viele Kolleginnen und Kollegen sind schon viele Jahre im Haus, und wer irgendwann doch weiterzieht, tut das oft in die eigene Praxis, ausgestattet mit einem breiten Wissen über unterschiedlichste psychische Erkrankungen, das sich hier erarbeiten lässt. Wer neu dazukommt, findet regelmäßige Fortbildungen und flache Hierarchien vor, in denen sich jede und jeder persönlich einbringen und entfalten kann.

Eine Voraussetzung nennt Heidler dabei zuerst: Teamfähigkeit. Hier kämpfe niemand allein, betont sie, Offenheit und Vertrauen stünden im Vordergrund, ebenso die Fähigkeit, in Fallbesprechungen aktiv um Hilfe zu bitten. Wer sich darauf einlässt, den erwarten ein herzliches Klima, fachlich spannende Themen und eine Urlaubsregion direkt vor der Haustür.

„Ich kann nur sagen, dass es für mich eine Bereicherung ist, hier tätig sein zu dürfen“, fasst sie zusammen. Für die einstige Skilehrerin von der Tauplitzalm hat sich damit ein Kreis geschlossen: Aus dem Praktikum wurde eine Berufung, aus der Ferienregion ein Zuhause und aus der Studentin von damals eine Kollegin und Führungspersönlichkeit, die genau weiß, warum sie geblieben ist.

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