Der Wechsel von der Kita in die psychiatrische Pflege ist kein gewöhnlicher Karriereweg und doch zeigt das Beispiel von Wibke Sommermeyer, wie wertvoll pädagogische Erfahrung im klinischen Alltag sein kann. Seit Anfang 2023 arbeitet sie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie des AMEOS Klinikum Haldensleben und begleitet dort junge Patientinnen und Patienten mit viel Einfühlungsvermögen, Struktur und Stabilität.
Vom Kita-Alltag ins Klinikum
Bevor Wibke Sommermeyer in die Kinder- und Jugendpsychiatrie wechselte, war sie mehrere Jahre in einer Kinderkrippe tätig. Die Arbeit machte ihr Freude – gleichzeitig spürte sie, dass sie sich persönlich weiterentwickeln wollte. Als sie schließlich auf eine Stellenausschreibung stieß, wurde sie neugierig und bewarb sich noch am selben Tag. Schon kurze Zeit später folgte das Bewerbungsgespräch, und für sie war klar: Sie möchte diesen neuen Weg gehen. Heute sagt sie überzeugt, dass der Wechsel zum AMEOS Klinikum Haldensleben die richtige Entscheidung war.
Der Einstieg
Gerade zu Beginn sei vieles neu und ungewohnt gewesen, berichtet die Erzieherin. In der Ausbildung habe sie zwar psychologische und sozialpädagogische Grundlagen kennengelernt, doch der Alltag auf einer psychiatrischen Station sei eine ganz andere Welt. Dennoch fühlte sie sich bereits in den ersten Tagen gut aufgehoben: Das Team nahm sie herzlich auf, zeigte ihr das Gelände und gab ihr Orientierung. Besonders hilfreich war dabei die strukturierte Einarbeitung im AMEOS Klinikum Haldensleben – inklusive fachlichem Material, engem Austausch und der Möglichkeit, jederzeit Fragen zu stellen.
Die Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist herausfordernd, gibt jungen Menschen aber Halt, Struktur und neue Perspektiven.
Wibke Sommermeyer
Vorteile aus der Vergangenheit
Viele Erfahrungen aus ihrer Zeit in der Kita kann Wibke Sommermeyer auch heute noch nutzen. Schon damals habe es Berührungspunkte mit schwierigen familiären Situationen gegeben, etwa Vernachlässigung oder häusliche Gewalt. In der Arbeit mit älteren Kindern und Jugendlichen erkenne sie heute oft klarer, wie frühkindliche Prägungen sich später auswirken können. Das Wissen aus ihrer Erzieherausbildung – vor allem aus Sozialpädagogik und Psychologie – unterstützt sie dabei, Verhaltensweisen besser einzuordnen und Kinder ganzheitlicher zu verstehen.
Professionell bleiben
Der Stationsalltag bringt Themen mit sich, die im Kindergarten kaum vorkommen. Fälle wie Selbstverletzungen oder Fixierungen seien für Wibke Sommermeyer anfangs schwer einzuordnen gewesen. Doch mit wachsender Erfahrung habe sie gelernt, solche Momente professionell zu reflektieren. Entscheidend sei dabei das Verständnis, dass in kritischen Situationen gehandelt werden muss – zum Schutz der jungen Patientinnen und Patienten und auch zum Schutz des Teams. Mit zunehmender Sicherheit wurde auch der Umgang mit diesen Herausforderungen routinierter.
Gestaltungsfreiheit
Was Wibke Sommermeyer besonders an ihrer Tätigkeit schätzt, ist die große Gestaltungsfreiheit. Anders als in der Kita gebe es kein festes Konzept, das jeden Schritt vorgibt. Stattdessen könne der Alltag individuell gestaltet werden: gemeinsam backen, basteln, malen, Fußball spielen oder spazieren gehen. Es entstehen kreative Momente, die die Station lebendig machen und den Kindern und Jugendlichen ein Stück Normalität vermitteln. Für sie macht genau das die Atmosphäre im AMEOS Klinikum Haldensleben aus – nahbar, authentisch und trotzdem hochprofessionell.
Das Team als Schlüssel für Stabilität
Gerade in emotional fordernden Fällen ist das Team ein entscheidender Faktor. Wichtig sei es, Kolleginnen und Kollegen an der Seite zu haben, die Ruhe bewahren und sicher handeln. Das gibt nicht nur der Belegschaft Halt, sondern wirkt auch beruhigend auf die Begebenheit. Regelmäßige Deeskalationsschulungen tragen dazu bei, dass das gesamte Kollegium in kritischen Momenten souverän bleibt. Wibke Sommermeyer erlebt diesen Zusammenhalt als einen der größten Pluspunkte am AMEOS Klinikum Haldensleben.
Unterstützung
Auch die Zusammenarbeit mit Vorgesetzten erlebt sie als sehr positiv. Der Stationsleiter sei eine verlässliche Ansprechperson, nehme sich Zeit und finde gemeinsam mit dem Team rasch Lösungen. Gleichzeitig erlebe sie das Klinikum als flexibel, wenn sich persönliche Bedürfnisse verändern. Ob Stationswechsel, Bereichswechsel oder Anpassung der Arbeitszeit – Lösungen werden unkompliziert möglich gemacht. Genau diese Offenheit trägt dazu bei, dass sie dem AMEOS Klinikum Haldensleben als Arbeitgeber langfristig treu geblieben ist.
Ein Job mit Perspektive
Menschen aus pädagogischen oder sozialen Berufen, die über einen Wechsel in die psychiatrische Pflege nachdenken, möchte sie Mut machen. Man solle sich nicht davon einschüchtern lassen, dass es sich um ein Krankenhaus handelt. Am Ende sei es ein normaler Arbeitgeber, in dem man schnell seinen Platz findet. Für sie war das AMEOS Klinikum Haldensleben ein Umfeld, in dem sie sich entwickeln konnte, ohne allein gelassen zu werden.
Fazit
Auch nach fast drei Jahren ist Wibke Sommermeyer überzeugt: Die Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist anspruchsvoll, aber zutiefst sinnstiftend. Sie gibt jungen Menschen in schwierigen Lebensphasen Halt, Struktur und Perspektive. Das AMEOS Klinikum Haldensleben bietet dafür ein Arbeitsumfeld, in dem Menschlichkeit, Teamgeist und Professionalität zusammenkommen.

