Kein OP ohne sie: So arbeitet AMEOS hinter den Kulissen

Höchste Patientensicherheit durch professionelle Sterilgutversorgung bei AMEOS

4 Minuten Lesezeit
Teammitglied der Sterilgutversorgung

Morgens, bevor die erste Narkose eingeleitet wird, sind sie längst am Werk. Die Mitarbeitenden der Sterilgutversorgung waschen, prüfen, verpacken und sterilisieren das Instrumentarium, das Chirurginnen und Chirurgen wenig später in den Händen halten werden. Kein Skalpell geht ungeprüft in den Operationssaal. Kein Instrumentensieb kommt ohne Vollständigkeitskontrolle durch. Und wenn das Team seine Arbeit gut gemacht hat, merkt es dort niemand. Weil einfach alles da ist.

„Ohne unsere Vorarbeit kann letztendlich keine Operation stattfinden“, sagt Jan Hauptmann. Er sagt es ruhig und direkt. Als Tatsache.

Unverzichtbar von Anfang an

Patientensicherheit beginnt nicht im Operationssaal, sondern in der Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung, kurz ZSVA, manchmal auch AEMP genannt. Dort werden alle Instrumente nach dem Einsatz aufbereitet: gereinigt, desinfiziert, auf Vollständigkeit geprüft und sterilisiert, also keimfrei gemacht. Erst dann gehen sie wieder in den OP.

Bei AMEOS ist dieser Bereich ein essenzieller Teil des Klinikbetriebs, mit eigenem Fachleiter Sterilgutversorgung, klaren Strukturen und fest definierten Abläufen. „Wir tragen dafür Sorge, dass Patienten mit vollständigen und sterilen Operationsbestecken behandelt werden können“, sagt Hauptmann. Gerade bei operativen Eingriffen zählt Hygiene zu den absoluten Grundvoraussetzungen.

Wo Medizin auf Technik trifft

Was den Fachleiter an seiner Arbeit persönlich fasziniert, bringt er schnell auf den Punkt: „Für mich ist es die Mischung aus Medizin und Technik.“ Die ZSVA ist ein hochtechnisierter Betrieb mit Reinigungs- und Desinfektionsautomaten, Sterilisatoren und qualifikationsgebundener Freigabe jeder einzelnen Charge. Wer hier arbeitet, bewegt sich täglich am Schnittpunkt von medizinischem Verständnis und technischer Präzision, mit höchsten Anforderungen an Konzentration, Sorgfalt und Dokumentation.

Ohne unsere Vorarbeit kann letztendlich keine Operation stattfinden

Jan Hauptmann, Fachleiter Sterilgutversorgung

Die Komplexität des Bereichs ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Neue Rechtsnormen, anspruchsvolleres Instrumentarium, engere Qualitätsvorgaben. „Es hat sich komplett zu einem eigenständigen Fachbereich entwickelt, in dem Fachleute für Medizinprodukteaufbereitung arbeiten“, sagt Hauptmann. Ein Spezialberuf mit eigenem Curriculum, eigener Fachkunde und voller Verantwortung für einen reibungslosen OP-Betrieb.

Was AMEOS für Mitarbeitende bietet

Bei AMEOS ist die Sterilgutversorgung organisatorisch klar verankert: ein eigenständiger Fachbereich mit festen Ansprechpartnern und verbindlichen Prozessen. „Wir haben klare Strukturen und feste Ansprechpartner, bei denen man auch gehört wird“, sagt der Fachleiter. In einem Bereich, der höchste Präzision verlangt und kaum Spielraum für Abweichungen lässt, ist das die Basis für gute Arbeit.

Der Einstieg ist auch ohne Vorkenntnisse möglich. Neue Kolleginnen und Kollegen werden über einen strukturierten Einarbeitungskatalog begleitet und parallel in Fachkundekursen qualifiziert, die an externen Bildungsstätten stattfinden. „Man sollte offen sein, etwas Neues zu lernen“, sagt Hauptmann. Gute Konzentration, technisches Grundverständnis und die Bereitschaft, in einem hygienischen Umfeld zu arbeiten, seien der Rest.

OP-Besteck am AMEOS Klinikum

Einstieg mit echten Perspektiven

Wer bleibt, kann wachsen. Von der Fachkunde 1 als Grundqualifikation über die Fachkunde 2 mit erweitertem Aufgabengebiet bis zur Weiterbildung als Praxisanleiter, also zur Fachkraft, die andere ausbildet und Qualitätssicherung mitverantwortet. Der Bereich wächst mit seinen Anforderungen, und wer früh einsteigt, entwickelt sich mit.

Was Hauptmann Menschen sagen würde, die noch nie über diesen Beruf nachgedacht haben? „Wir arbeiten in einem nachhaltigen und speziellen Dienstleistungsbereich, der durchaus seine Herausforderungen hat, aber niemals langweilig wird.“

Kein OP ohne sie. Und bei AMEOS weiß das jeder.

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