Moderne Therapie bei Achillessehnenriss mit Dr. Bernd Vallant

Schneller zurück auf die Beine – moderne OP bei Achillessehnenriss

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Dr. Bernd Vallant - Facharzt für Orthopädie und Traumatologie aus Wien

Wenn es beim Laufen plötzlich „peitscht“, ist nicht selten die Achillessehne betroffen – die kräftigste Sehne des menschlichen Körpers. Dr. Bernd Vallant, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie in Wien, setzt bei der Behandlung solcher Rupturen auf eine moderne, minimalinvasive Technik, die sowohl sportlich Aktiven als auch Risikopatienten zugutekommt.

Typische Symptome

Ein Achillessehnenriss äußert sich meist durch ein plötzliches, peitschenartiges Geräusch, gefolgt von starken Schmerzen und einer sofortigen Schwellung im Fersenbereich. Typisch ist eine tastbare Delle oberhalb des Fersenbeins, hinzu kommt ein deutlicher Funktionsverlust: Der Zehenspitzenstand ist nicht mehr möglich, da das Abrollen des Fußes nach unten – die sogenannte Plantarflexion – stark eingeschränkt ist. (Plantarflexion bedeutet: den Fuß in Richtung der Fußsohle drücken, wie beim Zehenspitzenstand.) Für die Diagnostik reicht häufig schon die klinische Untersuchung, ergänzt durch den Thompson-Test oder den Single-Heel-Rise-Test. Zur Absicherung kommen Ultraschall und MRT zum Einsatz, im Einzelfall auch Röntgen, um knöcherne Ausrisse zu erkennen.

„Sollte meine eigene Achillessehne reißen, dann wird sie mit Sicherheit nur perkutan operiert.“

Dr. Bernd Vallant

Risikofaktoren

Die Ursachen für eine Ruptur sind meist sportlich bedingt – etwa beim Joggen, Springen oder Stop-and-Go-Sportarten wie Tennis oder Fußball. Besonders gefährdet sind Menschen zwischen 30 und 50 Jahren, häufig mit bereits vorgeschädigtem Sehnengewebe. Laut Dr. Bernd Vallant entstehen solche Vorschädigungen oft durch Fehlstellungen wie Knick-Senkfuß oder Hohlfuß sowie durch Bandverletzungen oder eine dauerhaft schlechte Durchblutung. Besonders kritisch ist der mittlere Abschnitt der Sehne, etwa 2 bis 6 cm oberhalb des Ansatzes am Fersenbein – dort ist die Blutversorgung am schwächsten, weshalb genau in diesem Bereich die meisten degenerativen Veränderungen auftreten.

Wann ist eine Operation notwendig?

Bei einem vollständigen Sehnenriss ist eine Operation notwendig, insbesondere wenn die Sehnenstümpfe nicht mehr aufeinandertreffen. In solchen Fällen kann die Sehne ohne operative Hilfe nicht wieder zusammenwachsen. Dr. Bernd Vallant betont, dass vor allem junge Menschen und sportlich aktive Patienten von einer chirurgischen Rekonstruktion profitieren, da sie eine stabile Heilung ermöglicht und die volle Belastbarkeit der Sehne wiederhergestellt werden kann.

Dr. Bernd Vallant

Perkutane Technik als moderne Lösung

Lange galt die offene Operation mit einem etwa 10 cm langen Hautschnitt als Standard. Doch Dr. Vallant setzt seit mehreren Jahren auf ein anderes Verfahren: die perkutane Rekonstruktion mittels Dresdner Instrumentarium. Dabei wird über einen nur 1,5 bis 2 cm langen Schnitt in der Wadenmitte operiert – deutlich entfernt vom Schuhrand. „Diese Methode ist für den Patienten wesentlich schonender“, sagt Dr. Bernd Vallant. „Das Risiko für Infektionen und Wundheilungsstörungen ist deutlich geringer – selbst bei Risikopatienten wie Diabetikern oder Rauchern.“

Ambulante Durchführung in nur 15 Minuten

Die Operation erfolgt in Bauchlage und dauert etwa 15 Minuten. Sie kann problemlos ambulant durchgeführt werden und sollte idealerweise innerhalb von zwei Wochen nach der Verletzung erfolgen. Damit gehört dieses Verfahren zu den besonders effizienten minimalinvasiven Methoden in der Orthopädie.

Frühzeitige Belastung dank Spezialstiefel

Nach dem Eingriff erhalten die Patientinnen und Patienten einen speziellen Walker-Stiefel mit Ferseneinlagen, der für sechs bis acht Wochen getragen wird. Alle zwei Wochen wird ein Fersenkeil entfernt, um die Stellung des Fußes schrittweise an die natürliche 90-Grad-Position anzunähern. Wichtig dabei: „Die Sehne darf und soll mit dem Stiefel sofort belastet werden“, erklärt Dr. Bernd Vallant. Diese aktive Nachbehandlung fördert den Heilungsverlauf und beschleunigt die Rückkehr in Alltag und Beruf.

Erfolgreich etabliert – auch wissenschaftlich belegt

Dr. Vallant operiert Achillessehnen seit sechs Jahren ausschließlich perkutan. 2023 hat er die Methode auch im Unfallkrankenhaus Meidling der AUVA eingeführt. Die Rückmeldungen sind positiv – vor allem die minimale Narbe an der Wade wird von Patientinnen und Patienten sehr geschätzt. Eine aktuelle biomechanische Studie aus dem Jahr 2024 bestätigt seine klinische Erfahrung und belegt die Überlegenheit der perkutanen Technik gegenüber der offenen Methode.

Fazit

Die minimalinvasive perkutane Achillessehnennaht bietet eine moderne, effektive und patientenschonende Alternative zur offenen Operation. Sie ist nicht nur für sportlich ambitionierte Menschen geeignet, sondern auch für Patientinnen und Patienten mit Vorerkrankungen. „Dank dieser Technik steht den Betroffenen eine überlegene Operationsmethode zur Verfügung, die den Weg zurück in den Sport, den Alltag oder das Berufsleben erheblich erleichtert“, fasst Dr. Bernd Vallant zusammen.

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