Im Sport entscheidet die Schulter oft über Sieg und Niederlage, manchmal über eine monatelange Pause. Ob beim Handball, Volleyball, Mountainbiken oder im Gym: Schulterverletzungen gehören zu den häufigsten Problemen aktiver Menschen. Dr. Lukas Greiner, Spezialist am UKH Meidling und Schulterspezialist in Wien, kennt dabei beide Seiten: die präzise High-End-Chirurgie und die klare Wiener Direktheit. Wenn die Schulter draußen ist, dann, so sagt er sinngemäß, „tut das richtig weh“. Und wer nach der OP die Physiotherapie schwänzt, riskiert für ihn den ganzen Behandlungserfolg.
Warum die Schulter so anfällig ist
Die häufigste Sportverletzung, mit der Dr. Greiner im UKH Meidling konfrontiert ist, ist die Schulterluxation, also das Auskugeln der Schulter. Ausgelöst wird sie häufig durch Stürze beim Ski- oder Radfahren, beim Klettern, im Handball oder in anderen Kontaktsportarten. Umso wichtiger ist ihm ein klarer Hinweis: Eine frisch verrenkte Schulter sollte nicht direkt am Unfallort eingerenkt werden. Was im ersten Moment hilfreich wirkt, kann bei begleitenden Brüchen gefährlich sein. Deshalb gilt für Dr. Greiner ganz klar: Erst röntgen, dann einrenken.
Gerade bei jungen Menschen, bei denen die Schulter zum ersten Mal nach einem Unfall ausgerenkt ist, kann eine frühe Operation sinnvoll sein. Nicht, weil man vorschnell operieren will, sondern um weitere Schäden und ein erneutes Auskugeln zu vermeiden.
Sehnenriss: Die „rausgesprungene Fahrradkette“
Auch einen Riss der Rotatorenmanschette erklärt Dr. Greiner mit einem Bild, das sofort verständlich ist: wie eine rausgesprungene Fahrradkette. Der Muskel selbst kann dabei zwar noch funktionieren, doch wenn die Verbindung zum Knochen gerissen ist, kann die Kraft nicht mehr richtig übertragen werden. Für Betroffene bedeutet das oft starke Schmerzen, spürbaren Kraftverlust und manchmal sogar das Gefühl, den Arm kaum noch heben zu können.
Ob eine Operation notwendig ist oder zunächst eine Behandlung ohne Eingriff sinnvoller ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind dabei unter anderem das Alter, die Beschwerden im Alltag, der persönliche Anspruch und der genaue Befund in der Bildgebung.

Die J-Span-Methode: Stabilität ohne Schrauben
Wenn die Schulter immer wieder auskugelt, kann an der Gelenkpfanne nach und nach Knochen verloren gehen. In solchen Fällen reicht eine klassische Stabilisierung oft nicht mehr aus. Dr. Greiner erklärt dann die sogenannte J-Span-Methode als besonders durchdachte Lösung: Dabei wird körpereigener Knochen aus dem Becken entnommen, passgenau geformt und an der Schulter so eingesetzt, dass die fehlende knöcherne Stabilität wiederhergestellt wird. Schrauben braucht es dafür nicht. Der Knochen hält durch seine exakte Form und die präzise Einpassung.
Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: kein Fremdmaterial, eine möglichst natürliche Wiederherstellung der Schulter und eine Lösung, die die normale Gelenkfunktion so gut wie möglich bewahrt.
Warum Profisport nicht der Maßstab für Amateure ist
Für Dr. Greiner ist klar: Die Rückkehr in den Sport muss realistisch geplant werden. Wenn Profis nach kurzer Zeit wieder auf dem Platz stehen, ist das zwar beeindruckend, für Freizeitsportler aber kein sinnvoller Maßstab. Sie werden rund um die Uhr betreut, trainieren unter völlig anderen Voraussetzungen und verfügen über eine ganz andere körperliche Basis. Wer als Hobbysportler versucht, dieses Tempo zu übernehmen, riskiert Rückschläge statt Fortschritte.
Ebenso deutlich ist seine Haltung zu Schmerzmitteln. Mit Tabletten oder Spritzen weiter trainieren, obwohl die Schulter längst Alarm schlägt, hält er für „deppert“. Schmerz ist kein Störfaktor, den man sportlich wegverhandeln sollte, sondern ein ernstzunehmendes Warnsignal des Körpers.
Warum die Physiotherapie über den Erfolg mitentscheidet
Für Dr. Greiner steht fest: Die Nachbehandlung ist kein Nebenschauplatz, sondern ein entscheidender Teil des Behandlungserfolgs. Gerade nach Eingriffen an der Rotatorenmanschette oder nach einer operativen Stabilisierung entscheidet die Physiotherapie wesentlich darüber, wie gut Beweglichkeit, Kraft und Funktion zurückkehren. Wer hier nachlässig ist, verspielt einen wichtigen Teil des möglichen Erfolgs.
Die beste OP nützt einem nichts, wenn man anschließend keine gute Physiotherapie macht!
Dr. Lukas Greiner, Schulterspezialist in Wien
Stark zurück statt schnell zurück
Wer Sport treibt, sollte die Schulter nicht erst dann ernst nehmen, wenn gar nichts mehr geht. Entscheidend ist, Beschwerden frühzeitig abklären zu lassen, die Muskulatur gezielt zu trainieren, sich sauber aufzuwärmen und Warnsignale des Körpers nicht zu ignorieren. Kommt es dennoch zu einer Verletzung, geht es nicht darum, möglichst schnell wieder zurückzukehren, sondern im richtigen Moment und mit einer stabilen Schulter in den Sport zurückzufinden. Genau dafür steht Dr. Lukas Greiner, Schulterspezialist in Wien: für präzise Medizin, klare Worte und einen Blick für den Menschen hinter der Verletzung.

